Im Interview mit Matthias Reinders – Grafikdesigner und erfolgreicher Absolvent der Kurse Web Engineering und Suchmaschinenoptimierung

Montag, 19. August 2019 um 10:00 von Robert von Heeren in An der Kaffeemaschine
Im Interview mit Matthias Reinders — früherer Teilnehmer unserer Kurse Web Engineering und Suchmaschinenoptimierung.
Matthias ist selbstständiger Grafikdesigner. Seine berufliche Karriere hat er in einer Zeit begonnen, als Websites noch ein Randthema waren (doch, das gab es einmal). Heute bietet er auf masdemas.de Design-Lösungen für Online und Print an. Und weil sich im Verbund mit Gleichgesinnten mehr erreichen lässt, ist er seit einigen Jahren Mitglied der Werbegenossen — einem Zusammenschluss freiberuflicher Werbe- und Kommunikationsprofis.
Matthias, du hast bereits zwei Fortbildungen bei der Webmasters Fernakademie abgeschlossen. Wie bist du 2012 auf uns aufmerksam geworden und was waren deine Gründe, dich für einen Fernlehrgang bei uns zu entscheiden?
Ich hab im Netz gesucht. Es gibt ja sehr viel Erwachsenenbildungsinstitute. Ich habe entsprechend viele Unterlagen angefordert. Zwei, drei Sachen sind in die engere Auswahl gekommen und letztendlich hab ich mich für euch entschieden. Die Inhalte hörten sich am modernsten an und haben für mich am besten gepasst. Wichtig war mir außerdem, nicht gebunden zu sein, wenn man feststellt, dass es einem nicht gefällt. Wer ein gutes Angebot hat, braucht auch keine Angst zu haben, dass die Leute nicht dabeibleiben. Die kurze Kündigungsfrist ist für mich ein Qualitätsmerkmal.
Was war deine Motivation, überhaupt eine solche Fortbildung zu machen?
Ich bin Grafikdesigner, und im Printbereich sind immer mehr Kunden weggebrochen. Es kamen Anfragen zu Broschüren, Visitenkarten und dazu immer eine Website. Die war meist der größere Teil des Auftrags. Den habe ich weitergegeben an andere Leute und damit selbst immer sehr wenig an den Projekten verdient. Deshalb hab ich beschlossen, mich selbst in die Thematik des Webdesigns einzuarbeiten. Eine gute Entscheidung: Mittlerweile sind 85 Prozent meiner Jobs im Online-Bereich angesiedelt.
Wie hast du für dich den Kurs strukturiert als du tatsächlich angefangen hast?
Es war zuerst ein bisschen ungewohnt, aber ich kann mir Sachen gut selbst beibringen. Es ist nicht mein Ding in einen Kurs zu gehen, bei dem man mit Leuten zusammensitzt, die eine ganz andere Basis haben. Natürlich muss man sich selbst organisieren, die Zeit verfliegt sehr schnell. Ich hab meine Arbeitszeit im Schnitt auf 70 Prozent reduziert und die übrige Zeit für den Kurs aufgewendet. Feste Stunden hatte ich meist nicht, ich hab eher zwischendurch etwas gemacht. Um den Überblick zu behalten, habe ich mir Wochenziele gesetzt und die fast immer erreicht. Aber man darf den Zeitbedarf nicht unterschätzen. Gerade am Anfang hatte ich sehr wenige Vorkenntnisse, der Einstieg war deshalb schwierig. Danach lief es eigentlich ganz gut. Wenn ich Probleme hatte, habe ich mich manchmal an die Tutoren gewandt, meist aber im Netz recherchiert. Ich bin eher ungeduldig und will sofort Antworten auf meine Fragen. Wenn man in den entsprechenden Communities die richtigen Fragen stellt — am besten auf Englisch — dann bekommt man auch schnell Hilfe. Und auf Seiten wie z.B. stackoverflow gibt es zu vielen Themen und Problemen bereits Beiträge mit Lösungen.
Welche Kenntnisse aus deinem Studium konntest du in der Zeit danach am häufigsten anwenden? Welche Punkte waren aus deiner Sicht weniger wichtig?
Am wichtigsten waren für mich CSS und HTML. Bei PHP und Javascript habe ich mir eher einen rudimentären Überblick verschafft. Man darf nicht erwarten, mit dem Kurs in diesem Bereich Experte zu werden, das dauert Jahre. Typo3 hat mich nicht so sehr interessiert. Aber für die Projektplanung mit Kunden ist es hilfreich, einen Gesamtüberblick zu haben. Man weiß dann eher, was möglich ist und was nicht.
Einen Fernkurs durchzuziehen ist kein Kinderspiel. Hast du Tipps für diejenigen, die das noch vor sich haben?
Nicht ablenken lassen und auch mal in der Freizeit in die Skripte schauen. Auch hilft es, einen Lernplan zu erstellen und sich genug Zeit freizuhalten. Und wenn man nicht weiterkommt: einen Schritt zurück machen, kleinere Übungsprojekte umsetzen, damit man Erfolgserlebnisse hat. Ganz wichtig ist auch zu wissen, wofür man den Kurs überhaupt macht und was man danach mit dem Gelernten konkret anfangen kann. Auch hilfreich: passenden Facebook-Gruppen beitreten und sich mit Gleichgesinnten austauschen.
Ende 2018 hast du nochmal nachgelegt, mit einem SEO-Seminar. Warum?
Ich habe gemerkt, dass die Suchmaschinenoptimierung immer wichtiger wird. In die Thematik hatte ich mich zwar schon etwas eingearbeitet, aber ich wollte strukturierter vorgehen. Deshalb der Kurs. Grundsätzlich würde ich jedem Webdesigner empfehlen sich mit SEO zu beschäftigen. Es nützt nichts, eine optisch ansprechende Seite zu bauen und sich in grafischen Details zu verlieren. Am Ende muss eine Website von Suchmaschinen gefunden werden.
Vielen Dank für deine Zeit — und weiterhin viele spannende Projekte.
Das Interview mit Matthias Reinders hat unsere Tutorin Barbara Peter im Sommer 2019 durchgeführt.
Tags: grafikdesign , Webdesign , Suchmaschinenoptimierung , web engineering , interview